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Von Monheim aus in herrlicher Juralandschaft

Monheimer Alb 5

Die Wegstrecke von nahezu 20 km erfordert es, dass man sich dafür einen ganzen Tag Zeit nimmt. Nur so ist es möglich, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Weg in sich aufzuneh­men und die naturräumlichen Schönheiten der Juralandschaft bei Monheim zu bestaunen. Die Wanderung berührt nämlich auch die landschaftlich schön gelegenen Orte Wittesheim, War­ching und Ried, die seit der Gebietsreform Stadtteile von Monheim sind.

  • Länge:

    20 km

  • Aufstieg:

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    Abstieg:

  • OVL

    GPX

Von Monheim nach Wittesheim (7,1 km)

Für die Besichtigung der Innenstadt Monheim  benötigen wir 1 – 2 Stunden. Direkt vom kostenlosen Ganz­tagesparkplatz in der Raiffeisenstraße biegen wir in den Mühlweg ein und kommen am städti­schen Bauhof und am ehemaligen Feuerwehrhaus vorbei. Wir biegen links ab und gehen Rich­tung Norden bis zur Einmündung in die Bergstraße. Nach rechts abbiegend folgen wir dieser ein paar hun­dert Meter, bis nach links die Straße „Am Sonnenbühl“ den Berg hinauf führt. Nach ca. 200 m verlassen wir diese Straße nach rechts, um in die Wiesenlandschaft am östlichen Stadtrand zu kommen. Im gerin­gen Abstand zum Stadtrand biegen wir in einen nach Norden den Berg hin­auf führenden Schotterweg ein und gelangen auf der Anhöhe zur Ortsverbindungsstraße Monheim – Wit­tesheim. Wir folgen dieser Straße Richtung Stadtrand und biegen nach knapp 300 m in den nächsten Schotterweg nach rechts ein. Nach Norden bringt uns der Weg vorbei an einem Feldkreuz mit Sitzgruppe direkt zum Waldrand. Wir schreiten in den Wald und kommen gleich am idyllisch gelegenen Abtissenweiher vorbei.

Wie der Name des Gewässers verrät, ist es aller Wahrscheinlichkeit nach entstanden, als es in Monheim noch eine Benediktinerinnenabtei gegeben hat und die Nonnen den Teich angelegt haben, um sich für die Fast- und Abstinenztage mit Fischen versorgen zu können.

Von hier aus durchqueren wir das größte Waldstück auf unserer Wanderung (ca. 1,5 km) auf Waldwirtschaftswegen, teils quer durch den Wald und auf ehemaligen Rückegassen. Nach gut 300 m weist uns eine hölzernes Schild nach rechts zum Abtissenbrünnle, das nur ein paar Schritte abseits unseres Weges liegt.

Es lohnt sich, den kleinen Abstecher zu machen, denn dort erwartet uns eine gefasste Karst­quelle, an der man erfrischendes Trinkwasser schöpfen kann. Außerdem befindet sich dort auch eine Sitzgruppe mit einem Tisch und Bänken, die zum Ausruhen einlädt.

Wir setzen unsere Wanderung noch ca. 500 m auf einem gut ausge­bauten Waldweg Richtung Norden fort. In einer leicht ansteigenden Wegekurve verlassen wir den Schotterweg und ge­hen quer durch den Wald nach rechts in eine Geländesenke hinab (ca. 30 m) und steigen den Gegenhang hinauf (Hier sehr genau der Beschilderung folgen). Dort kommen wir auf einen grob aufgeschotterten Waldweg, dem wir folgen. Nach ca. 200 m tref­fen wir auf einen que­renden Waldwirtschaftsweg, dem wir nach rechts folgen. Nach einer Kreuzung fallen dem aufmerksamen Wanderer links und rechts des Weges seltsame Hügelgebilde im Wald auf.  Eine Informationstafel auf der linken Straßenseite klärt uns auf, dass es sich dabei um Über­reste von keltischen Hügelgräbern aus der Hallstattzeit um 500 v.Chr. handelt. Von hier zweigt ein aufgeschotterter eingewachsener Weg ab, der uns nach ca. 500 m geradewegs zu einer Keltenschanze hinführt. Auch hier informiert eine Schautafel den interessierten Wanderer über die Anlage und Bedeutung des deutlich erkennbaren Bodendenkmals aus der Keltenzeit. Am lichten Wald­rand folgen wir der Straße in östlicher Richtung bis zur Wegega­belung und biegen dort nach links in einer Spitzkehre in den Weg nach Norden ein. Von hier aus haben wir einen impo­santen Blick über einen weiten Raum, über den Ort Wittesheim hinweg, der in einer Senke liegt. Hoch über Wittesheim thront ein mächtiges Windrad.Der Weg führt uns nun bergab entlang des Waldran­des in eine Wiesen­landschaft. Auf halber Höhe zweigt nach rechts Rich­tung Osten ein Weg ab, der direkt an den südwestlichen Ortsrand von Wittesheim führt. Nun befinden wir uns auf der Straße „An der Tränk“, die in die Straße „Am Anger“ einmündet und bergab zum Bachlauf des „Ehbrust“ führt. Vor uns hoch oben hinter der massiven Friedhofs­mauer steht die Dorf­kirche von Wit­tesheim,  die dem heiligen Emmeram  geweiht ist. Nach dem Überqueren der kleinen Brücke gehen wir nach rechts dem Ehbrusttal entlang und verlassen den Ort.

Von Wittesheim durch das Gailachtal nach Warching (4,1 km)

Bevor der Weg ansteigt, biegen wir nach rechts ab und folgen dem Bach, der in einem land­schaftlich sehr reizvollen Tal weiterfließt. Wir wechseln über eine kleine Brücke auf die rechte Seite des Bachlaufes und folgen weiter dem Schotterweg. Wir kommen an kleinen Weihern vorbei, und bald geht der linke Hang in eine Trockenrasenfläche über. Wir erreichen nun den Wald. Der Schotterweg biegt nach rechts ab und steigt steil zur Ortschaft Liederberg auf. An dieser Biegung verlassen wir den Schotterweg und gehen den unbefestigten, leicht abfallenden Wasenweg durch einen Geländeeinschnitt ins Tal hinab. Der Weg verläuft un­mittelbar entlang eines Grabens mit einer Fichtenschonung. Auf der rechten Seite steht Hoch­wald. Nach ca. 700 m kommen wir im Talgrund an und folgen nach rechts abbiegend einem groben Schotterweg. Ein herrlicher Trockenrasenhang mit einzelnen Felsformationen  be­gleitet uns. An der Stelle, wo der Weg rechts nach Liederberg ansteigt, verlassen wir den Weg und überqueren über eine Wiese den Talgrund, überwinden über einen Steg den Gai­lachgra­ben und folgen dem Weg, der auf dieser Seite des Tales verläuft, nach rechts Richtung Süden. Wir nähern uns einem kleinen Stauweiher. Kurz vor diesem biegen wir aber in einer Spitz­kehre nach rechts ab und gehen leicht bergab geradewegs auf den Staukopf des Weihers zu. Wenn wir unseren Blick über den Weiher nach links oben richten, können wir eine Schutz­hütte aus Natursteinen erkennen. Wir gehen über den Staukopf und folgen dem Wald­weg nach links, der dann in einem Rechtsbogen durch den Wald bergauf bis zum Waldrand führt. Hier biegen wir nach links ab, folgen einem Rasenweg entlang des Waldrandes und gelangen zum oberen Teil der Moto-Cross- Strecke des Motorsportvereins Warching 6 . Hier werden alljährlich nicht nur nationale, sondern auch internationale Wettbewerbe mit Gelände-Motor­rädern ausgetragen. Am Rande dieser Sportanlage gehen wir auf die Halle dieses Vereins zu, die an einem gut ausgebauten Schotterweg liegt. Diesen Weg überqueren wir und folgen bergauf den Feldwegen bis an den südlichen Ortsrand von Warching. Hier treffen wir auf den Radweg, der von Monheim kommend über Warching und Rögling ins Gailach- und weiter ins Altmühltal führt. Auf dieser Trasse verläuft in diesem Bereich auch der Wallfahrerweg von Eichstätt über Wellheim und Monheim nach Wemding.

Von Warching nach Ried (5,4 km)

Diese Routen verlassen wir aber wieder am südlichen Ortsrand von Warching, überqueren an der Pumpstation die Staatsstraße und wandern steil bergauf in Richtung Waldrand. Bereits auf halber Höhe zwischen Staatsstraße und Waldrand biegen wir in einen Schotterweg nach rechts ein und folgen dem Weg, der parallel zur Staatsstraße Richtung Monheim verläuft. Nach ca. 600 m erreichen wir ein kleines Wäldchen, um das der Weg nach links herum­führt und zur Ortsverbindungsstraße nach Natterholz abfällt. Wir überqueren diese Straße und stei­gen am Waldrand den Weg hoch. Jetzt verläuft der Weg auf der Anhöhe durch die Felder. Es lohnt sich ein Blick zurück in einen weiten Raum Richtung Osten, wo auf der Anhöhe das Juradorf Rögling liegt. Nachdem wir diesen Weg entlang der Anhöhe ca. 500 m gewandert sind, erkennen wir links am Waldrand ein auffälliges Waldeck. Wir verlassen den Schotter­weg und halten auf einem erdigen Weg auf dieses Waldeck zu. Von hieraus folgen wir ca. einen Kilometer auf Rasenwegen dem zackigen Waldsaum, bis wir zu einer grünen Jagdhütte kommen. Kurz nach dieser Hütte betreten wir wieder einen gut ausgebauten Schotterweg, der von Süden aus dem Wald kommt. Auf diesem Weg gehen wir am Waldrand entlang bis zu einer Wegegabelung, wo wir nach links in den Wald abbiegen. Sobald wir den Wald wieder verlassen, bietet sich uns ein reizvoller Blick auf den kleinen Ort Ried in ländlich intakter Natur. Kurz bevor wir den Ort erreichen, kommen wir an einer Ringwallanlage aus der Kel­tenzeit vorbei. Eine Informationstafel erklärt uns diese historische Stätte). Nun kommen wir auf geteerten Straßen zu dem kleinen Ort. Ried war früher eine ei­gene Gemeinde mit Bürger­meister und Gemeinderat. Auch eine kleine Kirche befindet sich im Ort und gleich gegenüber, wie es sich in Bayern gehört, eine Gaststätte mit Bier­garten.

Von Ried vorbei an der Brandkapelle nach Monheim (2,8 km)

Wir verlassen den Ort auf der Ortsverbindungsstraße Richtung Westen. Am Ortsende biegen wir von der Teerstraße nach rechts ab und gehen bergauf bis zur nächsten Querstraße. Dort biegen wir links ab und kommen nach gut 300 m zur Brandkapelle mit der Kreuzweg­anlage . Von der Brandkapelle führt uns nun ein Fußweg Richtung Monheim. Durch ein neues Wohngebiet gelangen wir auf diesem Weg zurück zur Stadt und erreichen bei der Raiffeisen-Volks­bank die Neuburger Straße. Durch das südliche Stadttor gelangen wir in die Altstadt. Die historische Innenstadt mit ihren schmucken Fachwerkhäusern verlassen wir wieder durch das nördliche Stadttor und biegen danach in die Raiffeisenstraße ein, wo unsere Wanderung be­gonnen hat.

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