Panoramafoto Monheim mit Storchennest auf dem Oberen Stadttor

Storchennest in Monheim

Viele Jahre lang war das Gerüst für das Storchennest auf dem oberen Stadttor nicht beachtet worden. Dann diente es als Storchenhotel für kurze Übernachtungen. Aber im Jahr 2020 blieb es nicht bei einem Kurzbesuch! Die Störche haben das leere Drahtgerüst zum Storchennest ausgebaut und scheinen sich bei uns wohlzufühlen. Störche in Monheim – das war ein Traum von Udo Dittl, weshalb er sich dafür eingesetzt hat, die Halterung für das Storchennest auf dem oberen Stadtturm anzubringen. Der männliche Storch erhielt deshalb den Namen „Udo“. Rund 20 Vorschläge gingen für die Findung des Namens für die Storchendame ein. Am Ende fiel die Entscheidung auf den Namen „Moni“ - in Anlehnung an den Namen „Monheim“. Die letzten Störche waren vermutlich zur Zeit des ersten Weltkriegs in Monheim. Umso erfreulicher ist es, wenn sich nach so langer Zeit ein Storchenpaar bei uns niederlässt - 2020 die ersten Monheimer Störche seit wohl 100 Jahren! Umso erfreulicher ist es, dass sich - nach der Prämiere in 2020 - heuer gleich DREI Storchenpaare in Monheim niedergelassen haben!

Störche in Monheim 2021

Dramatische Rettungsaktion nach Fronleichnam beim Storchennest bei Firma Gerstner (04.06.2021)

Nach Beobachtungen eines engagierten Bürgers war der Vaterstorch nach einem Zweikampf mit einem Fremdstorch nicht mehr am Nest.

Die Mutterstörchin hat daraufhin das Nest mit drei kleinen Küken nicht mehr verlassen. Somit kein Futter und nichts zu Trinken für die Jungen und für sich selbst. Wir haben daraufhin reagiert und - mit dem Einsatz der Feuerwehr mit Drehleiter - Futter und Wasser in die Nähe des Nestes gebracht.

Regenwürmer, Schnecken und Katzenfutter wurde gern angenommen. Zwei Tage hintereinander Füttern hat zwei Küken gerettet. Ein Küken ist leider verendet und wurde aus dem Nest geschmissen. Am darauffolgenden Montag ist der Vaterstorch wieder aufgetaucht.

Den beiden Küken geht's wieder hervorragend. Danke an die FF Monheim, die steht's ein offenes Ohr für so ein Anliegen hat.

Ein herzliches Danke für die Unterstützung bei dieser Aktion auch an Herrn Walter Neumann.

(Wolfgang Wild)

 

Beringung der Jungstörche am Oberen Torturm 27.05.2021

Verregneter Mai beim Storchenschlupf

Auch für unsere Störche in Monheim war das Wetter im Mai nicht das Idealwetter. Den Jungstörchen am Torturm geht es zwar sehr gut, doch auf dem Pfarrhaus gibt es leider keinen Nachwuchs.

Moni und Udo am Torturm freuen sich über drei kräftige Küken. Diese sind inzwischen vier Wochen alt und gut entwickelt. Am 21.05.21 wurden die drei Geschwisterstörche von Herrn Salliger beringt. Lt. Herrn Salliger sind sie altersmäßig sehr gut entwickelt und gesund. Dies waren seine ersten Beringungen in diesem Jahr. Der Nachwuchs bei den Störchen im Landkreis Donau-Ries ist in diesem Jahr spärlich, und so ein Bild, wie am Torturm, wird heuer selten zu sehen sein. Das kalte und nasse Wetter hat ihnen zugesetzt.

So auch bei der Brut auf dem Pfarrhaus. Das Nest ist leer und für 2021 gibt es keinen Nachwuchs. Die zwei Störche müssen jetzt auch noch ihr Nest verteidigen vor fremden Störchen. Sie müssen immer wachsam sein und dürfen das Nest nicht zu lange alleine lassen, sonst wird es fremd besetzt.

Die beiden Störche auf dem Sägemehlbunker bei der Schreinerei Gerstner lassen vermuten, dass ein oder zwei Jungstörche im Nest sind. Allerdings konnten wir diese noch nicht vor die Linse bekommen. Doch es werden Fütterungen beobachtet, und dies geschieht nur bei Nachwuchs. Bis zur nächsten Ausgabe wissen wir mehr.

Freuen wir uns auf alle Fälle mit Udo und Moni!

Ein herzlicher Dank ergeht an die Freiwillige Feuerwehr Monheim, an Tobias Ferber und Matthias Stahl, welche die Aktion tatkräftig mit der Drehleiter unterstützt haben!

(Wolfgang Wild)

Aktueller Stand zum Storchen-Nachwuchs 2021 (17.05.2021)

Die Störche am Oberen Torturm haben tatsächlich drei Storchenkinder die kräftig wachsen und schon eine stattliche Körpergröße haben. Wenn alles gut geht, werden sie in dieser Woche beringt.

Die beiden Störche auf dem Monheimer Pfarrhaus sind noch fleißig am Brüten. Etwa in KW 21 ist mit einem Schlupf zu rechnen. Wie viele Eier im Nest liegen, konnte man leider nicht erkennen.

Beim Storchenpaar auf dem Sägemehlbunker der Schreinerei Gerstner wird diese Woche (KW 20) der Schlupf erwartet. Auch diese Störche fühlen sich sichtlich wohl und genießen den schönen Platz auf dem Bunker.

Die Spannung steigt und wir sind neugierig, was in den nächsten Wochen an Nachwuchs ankommt.

(Wolfgang Wild)

Nachwuchs 2021 - Storchennest am Oberen Torturm (06.05.2021)

Bereits seit etwa 27. April 2021 gibt’s Nachwuchs im Storchennest am Oberen Torturm. Die frühe Brut, die bereits am 18. März 2021 begonnen hat, hat zwei oder drei Küken zum Schlupf gebracht. Genau konnten wir nicht erkennen ob es zwei oder drei Storchenkinder sind. Die Angst, dass die Jungküken erfrieren, brauchen wir nicht mehr haben. Das Nest im zweiten Brutjahr wurde von den Storcheneltern nochmals verstärkt und weiter  abgedichtet, sodass kaum Zugluft von unten her durchdringt.

Das Storchenpaar am Sägemehlbunker der Firma Gerstner brütet fleißig und wird etwa Mitte Mai fertig werden. Auf alle Fälle fühlen sich auch diese Störche wohl und brauchen wegen Zugluft von unten keine Angst haben.

Das Storchenpaar am Pfarrhausdach hat dagegen erst Ende Mai Brutzeit-Ende. Dieses Paar ist versteckt auf der Ostseite des Daches und ist von der Zugluft von Westen her geschützt. Sie schafften es auch ohne menschliche Hilfe, einen schönen gemütlichen Horst zu bauen.

Nachdem es vergangenes Wochenende wieder viel geregnet hat, ist auch die Nahrungsaufnahme der Störche wieder gesichert. Zumindest für den Wonnemonat Mai.

(Wolfgang Wild)

Drei Storchenpaare in Monheim (18.04.2021)

Wie inzwischen viele Leute schon gesehen haben, sind drei Storchenpaare in Monheim sesshaft geworden. Bereits im Februar kamen Udo und Moni aus ihrem Winterurlaub zurück und haben ihren schönen Platz am oberen Torturm wieder bezogen. Das Nest war schnell hergerichtet und seit dem 18. März 2021 wird abwechselnd gebrütet. Etwa ab dem 25. April können wir mit einem Schlupf rechnen. Wie viele Eier im Nest liegen, konnte ich leider nicht recherchieren, und man möchte ja nicht unbedingt bei der Brut stören.

Zwischenzeitlich waren am Ostersonntag sechs Storchenpaare gesichtet worden, von denen sich ein Paar auf dem Sägespäne-Bunker der Schreinerei Gerstner niedergelassen hat. Vermutlich ist davon ein Storch von der Monheimer Brut 2020. Dieses Paar hat inzwischen etwa ab dem 16.04.2021 mit der Brut begonnen.

Ein drittes Paar hat sich auf dem Pfarrhaus seinen Nistplatz eingerichtet. Viele Meldungen kamen, ob man nicht helfen kann beim Nestbau. Ständig fielen Äste vom Dach. Doch während des Nestbaus sowie während der Brut darf der Mensch nicht eingreifen! Es ist den Störchen nun gelungen, an den Haken der Schneefanggitter eine Stabilität für ihr Nest zu schaffen. In den nächsten Tagen werden wohl die Eier gelegt und etwa Ende April wird die Brut beginnen. Im Bild ist der Storch auf dem First mit der Beringung am linken Knöchel (Kniehöhe) zu sehen. Bestimmt ein Nachkomme von 2020.

Bis zur nächsten Ausgabe der Stadtzeitung wissen wir wieder mehr. Danke an Alle, die die Störche dulden. Störche bringen Glück und Segen, und vor allem viel Freude für die Hobby-Tierbeobachter in jedem Lebensalter.    

Unser Storch Udo "is back" (21.02.2021)

Kaum zu glauben, aber wahr. Unser Monheimer Storch "UDO" ist zurück aus dem Winterurlaub. Und das schon am 18. Februar 2021. Nachdem Udo erst Anfang Oktober 2020 Monheim verlassen hat, war klar, dass er sich nur bis zum Bodensee bzw. bis maximal Italien oder Spanien zurückziehen wird.

Und kaum ist die Kaltperiode vorbei, ist er da und richtet sich sein Nest für diese Saisonliebe her. Es wurde bereits ein zweiter Storch gesichtet und so wie es aussieht, wird heuer wieder "MONI" seine Saisonfrau.

Wir hoffen, das Brutjahr beginnt nicht zu früh, den nach dem Schlupf von 31 Tagen soll kein längerer Frost mehr den Nachwuchs gefährden.

Doch erst einmal freuen wir uns, dass er wieder hier ist und Monheim und Umgebung Glück bringt. Und natürlich reichen Kindersegen.

(Wolfgang Wild)

Störche in Monheim 2020

Jungstörche verlassen Monheim (31.08.2020)

Ende Juli sind unsere drei Jungstörche abgeflogen. Nachdem ich Fotos Anfang August von Heißesheim, Mertingen und Druisheim gesehen habe, wo sich unzählig viele Jungstörche getroffen haben, gehe ich davon aus, dass sich unsere Drei dazu gemischt haben, um gemeinsam die große Reise nach Afrika zu starten. Dagegen durften dann unsere Elternstörche wieder in den Horst, wo es ihnen scheinbar gut gefällt. Denn „ Dato 30.08.2020“ sind sie immer noch hier und genießen den Regen und die Feuchtigkeit. Dies bedeutet aber auch, dass sie die große Reise nach Afrika nicht mehr antreten werden, sondern den Winter über Europa kaum verlassen werden. In den letzten Jahren wurde vermehrt beobachtet, dass die Altstörche nur noch Kurzreisen im Herbst unternahmen. Teilweise Spanien, Italien und manchmal auch nur bis zum Bodensee. Lassen wir uns überraschen, was sich unsere beiden Störche ausdenken. Im Moment geht’s ihnen bei uns auf alle Fälle noch gut und werden auch gerne gesehen. Sieht danach aus, dass auch 2021 unsere beiden Störche bei uns wieder eine Saison fortsetzen werden.

(Wild Wolfgang)

Was ist los im Storchennest? (03.07.2020)

"Plötzlich sind drei Störche im Nest und von den Jungstörchen ist nichts zu sehen?", dachten manche und haben sich bei mir gemeldet. Doch dem ist nicht so! Die Jungstörche haben inzwischen dieselbe Größe wie ihre Eltern. Da im Nest wegen Flugschule der Platz zu wenig ist, müssen die Eltern den Platz räumen und sind nur noch für Futterbeschaffung zuständig. Sonst haben sie im Horst nichts mehr zu suchen und ruhen anderswo, z. B. am Rathaus auf der Sirene. Hauptsache übersichtlich.

Das älteste Storchenküken ist seit vergangenem Samstag schon fliegend unterwegs. Nach Standflugprobe bis etwa drei Meter über dem Nest wagt er nun schon ein paar Runden um das Nest. In wenigen Tagen werden die Streifzüge mehr und mehr, und bald müssen sie sich ihr Futter selbst suchen. Denn bis Mitte August muss die Muskulatur gestärkt sein und das Fliegen von alleine funktionieren. Denn die Jungstörche sind die Ersten, die Richtung Süden losziehen. Sie müssen die günstige Hochdrucklage nutzen. Die Altstörche werden etwa Ende August nachziehen und mindestens zwei bis drei Monate unterwegs sein.

Ob sich die Jungstörche mit ihren Eltern jemals wieder treffen, wäre reiner Zufall. Doch wer weiß das schon? Vielleicht 2021 in Monheim.

Die erste Brut in Monheim mit drei Küken war absolut erfolgreich und wurde viel bestaunt. Udo und Moni hatten ein schönes und ruhiges Jahr. Trotz der Pandemie im Lande.

Wolfgang Wild

Beringung der Monheimer Jung-Störche (08.06.2020)

Herr Saliger, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelwarte Radolfszell und der Storchenbeauftragte der Stadt Monheim, Wolfgang Wild, nahmen am Dienstag, den 02.06.2020, die Beringung der Jungstörche in Monheim vor. Bei dieser Gelegenheit wurden die Jungstörche gewogen – jeder der drei Störche wiegt zwischen 2,7 und 2,9 Kilogramm – und untersucht: Laut Herrn Saliger sind sie altersmäßig sehr gut entwickelt und gesund.
Die Störche in Deutschland werden seit 2003 mit dem ELSA-Ring beringt (European Laser Signed Advanced Ring). Das sind laser-beschichtete Kunststoffringe (schwarzer Ring mit weißer Schrift) mit einem Buchstaben-Ziffern-Code (Ringnummer), der senkrecht angeordnet 4 mal erscheint und mit einem Teleskop bis auf etwa 200 Meter Entfernung abgelesen werden kann. Drei Seiten des Ringes tragen das Kürzel für die Beringungszentrale und eine Seite trägt die Post- und E-Mail-Adresse für Finder. Die Beringung der Jungstörche (ab der 3./4. Lebenswoche), muss spätestens bis
zur 6./7. Lebenswoche erfolgen, weil sie danach nicht mehr in die Akinese (Totstellreflex) fallen und die Gefahr besteht, dass sie vor Aufregung aufstehen, weg kriechen, zuschnappen oder aus dem Nest hüpfen. Durch die Beringung ist es möglich, die Störche in ihren Brutgebieten und auf den Zugwegen zu identifizieren und so ihren Lebenslauf zu erforschen. Die Daten über die Jungtiere und deren Ringnummern werden in den bekannten Beringungszentralen / Vogelwarten Helgoland (Wilhelmshaven), Hiddensee (Güstrow) und Radolfzell gespeichert und können dort abgefragt werden. Totfunde beringter Vögel sollten direkt an eine der drei deutschen Beringungszentralen gemeldet werden! (Informationen von der Webseite www.storchenelke.de)
Ein herzlicher Dank ergeht an die Freiwillige Feuerwehr Monheim, an Tobias Ferber und Matthias Stahl, welche die Aktion tatkräftig mit der Drehleiter unterstützten!

Peter Ferber

Storchenvermehrung am oberen Torturm (25.05.2020)

Wir waren uns nicht ganz sicher, doch bei der Befliegung an Christi Himmelfahrt war es nicht zu übersehen. Aus den vier Eiern der Störche sind DREI Küken geschlüpft und nicht zwei. Bei dem vielen Abfall im Horst konnte man es schlecht erkennen. Alle Drei sind wohlauf und haben schon kräftig zugenommen. Kein Wunder, denn so ein Storchenküken kann nach wenigen Tagen schon bis zu 1600g an Nahrung aufnehmen. Und das täglich. Nach 24 Tagen etwa können die Jungstörche schon kurzzeitig stehen. Dies wird so an Pfingsten zu beobachten sein. Nach 7 Wochen haben die Jungen dann etwa die Größe ihrer Eltern, und mit 9 Wochen werden sie dann flügge.

Ende Mai werden die Jungstörche beringt, und in diesem Tun dann gleich der Plastikmüll im Nest entfernt. Vor ein paar Jahren haben die Jungstörche in Höchstädt den Plastikmüll gefressen und sind dann an Darmverschluss verendet. Dies soll natürlich bei uns nicht passieren.

Die Ringe bekommen wir übrigens vom Max-Planck-Institut und diese sind kostenfrei. Doch dazu mehr bei der nächsten Ausgabe der Monheimer Stadtzeitung.

Wolfgang Wild

Storchennachwuchs in Monheim (10.05.2020)

Der warme April 2020 hat der Storchenbrut am Oberen Stadttor gut getan. Es gab zwar ab und zu kalte Nächte, doch insgesamt war der Monat sehr mild. Am 07. Mai sind zwei Küken geschlüpft und die Eltern-Störche haben dafür gesorgt, dass Moos den Horst von unten schützt. So hoffen wir nun, dass sich die beiden Storchenkinder täglich gut stärken und stabil werden. Es sieht gut aus.

Ein Storchen Ei wiegt ca. 100 – 120 Gramm. Nach 32 Tagen etwa ist der Dottersack, der ihnen als Energievorrat zur Verfügung stand,  aufgebraucht  und die Küken picken mit ihrem Schnabel das Ei kaputt. Das Schlüpfen dauert etwa 20 Stunden und sie sind dann völlig erschöpft.

Solange sie klein sind, werden die Küken alle zwei bis drei Stunden gefüttert. Sie wachsen recht schnell, da sie anfangs mehr als ihr halbes Körpergewicht täglich zu sich nehmen.

Bis zur vierten Woche ist immer ein Elternteil am Nest und hält Wache. Drücken wir die Daumen, dass weiterhin alles gut geht.

Wolfgang Wild

Storchenglück in Monheim (23.04.2020)

Wie inzwischen schon jeder gesehen hat, gibt es seit Mitte März 2020 ein Storchenpaar in Monheim. Bis 29.03.2020 waren beide Störche gemeinsam noch auf Futtersuche und ab diesen Zeitpunkt begann das Brüten. Vier Eier sind im Gelege und abwechselnd etwa alle 45 Minuten machen sich einmal der Mann und einmal die Frau Storch auf Futtersuche für sich selbst. Sie ernähren sich von Regenwürmern, Mäuse, Frösche, Großinsekten und auch teilweise von Fischen. Deshalb bevorzugen die Störche Feuchtwiesen, Biotope, Tümpel und Extensiv bewirtschaftete Flächen. Störche sind Wildvögel und sollen nicht gefüttert werden, da sie sonst ihren Naturinstinkt verlieren und nicht mehr zum Überwintern in den Süden ziehen. Aus dem Donau-Ries Kreis ziehen die meisten Störche ab August in Gruppen in die Westroute Richtung Spanien, Marokko nach Mali und Nordghana, während nur wenige  die Ostroute wählen und im Nahen Osten oder nach Ost-/ Südafrika fliegen.

Das Brüten der Eier dauert etwa 32 Tage, so dass wir Anfang Mai mit Nachwuchs rechnen können. Im Moment können und sollen wir das Brutpaar in Ruhe lassen und so wenig wie nur möglich stören. Erst etwa Mitte bis Ende Mai werden die Jungtiere beringt, um eine Wiedererkennung in unserer Gegend feststellen zu können.

Der Storch ist ein Sympathieträger und ist auch in den Fabeln als Glücksbringer unterwegs. Sogar in der Bibel wird er als Teil der Schöpfung erwähnt. Wir dürfen uns glücklich schätzen dass sich nach langer langer Zeit wieder solche Glücksboten bei uns Niedergelassen haben.

Fortsetzung folgt

Wolfgang Wild

 

Können Sie sich an Störche in Monheim erinnern?

Mit dieser Frage habe ich in den letzten Tagen alteingesessene Monheimer angerufen und Spannendes erfahren. Gleich vorneweg: keiner konnte sich an ein Brutpaar auf dem Turm erinnern und der älteste Monheimer, mit dem ich gesprochen habe, war immerhin 95!

In meiner Kindheit gab es keine Störche und auch kein altes Nest auf dem Turm. Dass es überhaupt einmal Störche gegeben haben könnte, darüber habe ich gar nicht nachgedacht - zumindest nicht, bis ich mit dem Kirschner Bartel gesprochen habe.

Er hat mir erzählt, wie er vor vielen Jahren beim Kaffeewirt eine Postkarte oder ein Foto gesehen hat, mit einem Storch und einem Storchenhorst auf dem oberen Stadtturm. Und damit beginnt zumindest die Geschichte, wie unsere Störche heute einen Platz auf dem Turm bekommen haben. Herr Kirschner hat sich erkundigt, was Störche brauchen und wie das denn in Donauwörth mit den Störchen so ist. Damals wurden Störche teilweise mit Schlachtabfällen gefüttert, heute ist das streng verboten. Zum einen um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern und zum anderen damit die Störche Wildtiere bleiben und auch weiter in den Süden wandern. Herr Kirschner hat dann gemeinsam mit Udo Dittl die Idee weiterentwickelt und so kam es dann am Ende zur Nisthilfe für die Störche. Sie wurde im Kreisbauhof gebaut und im Zuge einer Renovierung angebracht.

Das Foto, das Herrn Kirschner motiviert hat, konnte ich leider nicht finden. Aber eine alte Postkarte von 1941 zeigt einen recht renovierungsbedürftigen Turm mit einem Rad für die Störche. Frau Weichenrieder konnte mir das auch bestätigen: sie wusste, dass früher ein Wagenrad Grundlage für das Nest bieten sollte. Sie war auch die erste einer ganzen Reihe von Monheimern, die mir erzählen konnte, dass Mitte der 60er Jahre Störche in Monheim gesehen wurden. Sie waren leider wohl nur auf der Durchreise, wurden aber von vielen beachtet. Die große Frage war schon damals: Finden Störche bei uns genügend Futter? Vor allem die, die damals Kinder waren, haben intensive Erinnerungen an diese Störche auf den Wiesen an der Gailach. Die Störche waren dort, wo heute Schule und Stadthalle sind, sowie auf den nassen Wiesen in Richtung Warching, heute unterhalb der Kläranlage. Diese Wiesen waren oft überschwemmt und im Winter konnte man dort Schlittschuh laufen, fast bis nach Warching.

Helmut Mayer, der „Hirscherwirt“ weiß, wie sein Vater von Störchen auf dem Turm erzählt hat. Die letzten Störche waren vermutlich zur Zeit des ersten Weltkriegs in Monheim.

Umso erfreulicher ist es, wenn nach so einer langen Zeit ein Storchenpaar bei uns brütet. Drücken wir ihnen die Daumen, es wären die ersten echten Monheimer Störche seit wohl 100 Jahren!

Renate Röding

Die drei Strochenkinder auf dem Oberen Torturm Monheim am 17.05.2021Die drei Strochenkinder auf dem Oberen Torturm Monheim am 17.05.2021Die Störche am Sägemehlbunker der Schreinerei Gerstner am 17.05.21 - Hier sollte die nächsten Tag der Nachwuchs schlüpfenDie Störche am Pfarrhaus Monheim brüten noch - 17.05.2021Nachwuchs im Storchennest am Oberen Torturm in MonheimDas Storchennest auf dem Monheimer Pfarrhaus 2021Das Storchennest auf dem Sägemehlbunder der Firma Gerstner in MonheimStorch Udo ist zurück in Monheim - gesichtet am 18.02.2021Der Storch auf Brautschau - auf dem Monheimer Rathaus 2019Das Monheimer Storchenpaar 2020Storchennachwuchs in MonheimOberer Tortum Monheim um 1930 mit StorchennisthilfeStorchennachwuchs in Monheim - nun sind es DREI JungstörcheMit der Drehleiter zur Beringung der Monheimer StörcheBeringung der Störche in MonheimAltstorch Udo auf dem Rathaus in MonheimDie Jungstörche in MonheimGleich hinter einem Baugebiet haben sich die Monheimer Störche auf Futtersuche begeben 11.04.21Monheimer Störche auf Futtersuche 11.04.2021Futtersuche der Monheimer Störche am 11.04.2021Ein neues Storchenpaar auf dem Gerstner Sägespanbunker (18.04.2021)Oberer Torturm - Es wird schon gebrütet (18.04.2021)Ein neues Storchenpaar auf dem Pfarrhaus (18.04.2021)Beringung der Störche am 27.05.2021Die drei Jungstörche 2021 im Nest am Oberen TorturmBeringung 2021 Tobias Ferber, Herr Salliger (Vogelwarte Radolfszell) und Wolfgang WildStorchenmutter ohne Futter 04.06.2021Die Storchenmutter verlässt das Nest nicht mehr (04.06.2021)Die Küken auf dem Sägemehlbunker (04.06.2021)
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Tel.: 09091/9091-0

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Tourist-Information Stadt Monheim - Monheimer Alb
Marktplatz 27
86653 Monheim
Tel.: 09091/9091-51
Fax: 09091/9091-44