Blick in die Innenstadt Monheim vom oberen Torturm

Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Montag, 13. Mai 2019

Auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre werden Eichen im Siedlungsgebiet und an den Sportplätzen der Stadt Monheim gegen den Raupenbefall behandelt. Die Behandlung begann bereits Anfang Mai. Eine Ausweitung der Bekämpfung gegen den Eichenprozessionsspinner auf alle Waldränder und im Wald ist aus rechtlichen und praktischen Gesichtspunkten nicht möglich. Da der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen bei Menschen, aber auch bei Tieren, starke Reizungen der Haut und der Atemwege hervorrufen kann, geben wir folgende Empfehlungen beim Aufenthalt in der Natur.

Berühren Sie auf keinen Fall behaarte Raupen.

Berühren Sie auf keinen Fall die Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners. Die Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners befinden sich am Stamm der Eichen oder an der Unterseite stärkerer Äste. Weiße Gespinste in den Ästen von Pfaffenhütchen oder flächige Gespinste an Traubenkirsche sind nicht vom Eichenprozessionsspinner.

Meiden Sie den längeren Aufenthalt unter Eichen. Da die Raupen von Anfang Mai bis Anfang Juli aktiv sind, können in dieser Zeit auch Raupenhaare nur auf Grund der starken Raupenwanderungen vom Baum herunterrieseln und auf ungeschützten Hautpartien Ausschläge bewirken.

Meiden sie unbedingt Waldränder und Waldgebiete mit kahlgefressenen Eichen (z.B. das Sändle an der Straße nach Wemding).

Wenn Sie nach dem Aufenthalt in der Natur Hautausschläge bekommen, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Apotheker.

Anfang Juli ziehen sich die Raupen in ihre Gespinstnester zurück und verpuppen sich dort. Aus diesen Nestern schlüpft dann Anfang August die fertigen Falter. Diese paaren sich und das Weibchen legt die Eier an den feinen Ästen in den Eichenkronen ab. Neue Raupen sind dann erst wieder im Mai des folgenden Jahres unterwegs.

Ab Mitte Juli muss man im Wald nicht mehr mit Raupen rechnen. Jedoch sind die Gespinstnester, in denen sich die Raupen tagsüber verstecken und in denen sie sich auch Häuten, noch in den Bäumen. Auch wenn die Gespinstnester schon ein oder zwei Jahre alt sind, kann der Kontakt mit ihnen noch zu Hautauschlägen führe.

Die Eichen, die im Juni von den Prozessionsspinnern kahlgefressen werden, können den Blattverlust durch den sogenannten Johannitrieb Ende Juni wieder ausgleichen. Sie sind im Juli wieder grün. Allerdings sind sie in Jahren mit Kahlfraß anfällig für andere Schädlinge, z.B. den Eichenprachtkäfer.

Die weitere Entwicklung des Eichenprozessionsspinners ist schwer vorauszusagen. Erfahrungsgemäß brechen Schädlingspopulationen nach Jahren der Massenvermehrung auch wieder zusammen. Fressfeinde, Krankheiten und ungünstige Witterung können dies bewirken. Mit einem vollständigen Verschwinden des Eichenprozessionsspinners kann allerdings nicht gerechnet werden.

Bauamt Verwaltungsgemeinschaft Monheim, Benjamin Hertle

AELF Nördlingen, Forstrevier Monheim, Willi Weber