Nachbericht "Denkmal im Wald"

„Denkmal im Wald“, die Ausstellung lockte viele Besucher

Nachbericht "Denkmal im Wald"

Freitag, 08. Februar 2019

Die Ausstellung lenkt den Blick auf Bodendenkmäler, die sich im Wald über Jahrtausende erhalten haben. Dies sind zum Beispiel keltische Hügelgräber und Viereckschanzen. Im Waldboden bleiben diese prähistorischen Bauwerke erhalten, da bei der Waldbewirtschaftung normalerweise keine Bodenbearbeitung stattfindet. Bei der Eröffnung der Ausstellung verwies Kreisheimatpfleger Erich Becker darauf, dass im Bereich der Monheimer Alb besonders viele Zeugnisse aus der keltischen Eisenzeit (750 v.Chr. bis zur Zeitenwende) in den Wäldern zu finden sind. Hintergrund hierfür sind die Eisenerzvorkommen nördlich von Monheim und bei Daiting. Der Abbau des Erzes und die Produktion von Eisenbarren brachten der Region damals große wirtschaftliche Bedeutung und hinterließ Spuren in der Landschaft. So kann man in den Waldabteilungen Grüben und Arzberg noch heute die Abbaugruben für das Eisenerz erkennen. Ebenso sind als Zeugnisse einer starken Besiedelung zahlreiche Grabhügel und Viereckschanzen, z.B. bei Wittesheim, erhalten. Auf Grund des großen Interesses an der prähistorischen Vergangenheit der Region findet am 13. März 2019 die erste Somit-Wanderung unter diesem Thema statt. Gewandert wird von Itzing zur Keltenschanze in der Fünfstetter Waldabteilung Höfle. Ebenso wird uns Kreisheimatpfleger Erich Becker noch auf eine Exkursion zu keltischen und römischen Bodendenkmälern führen. Die nächste Station der Wanderausstellung „Denkmal im Wald“ ist das Bayerische Schulmuseum in Ichenhausen.