Der Monheimer Kindergarten hat eine umfangreiche Geschichte:
1897 wurde in Monheim eine Kinderbewahranstalt gegründet. Der damalige Bürgermeister Ignaz Dir gründete die Einrichtung zusammen mit dem damaligen Stadtmagistrat. Zur Betreuung und Führung der Kinder wurde eine Ordensschwester aus Augsburg (Kloster Maria Stern) beauftragt. Als besondere Gönnerin der Einrichtung tat sich Frau Notar Heimbucher hervor. Sie ermöglichte durch zahlreiche Spenden viele Anschaffungen. Auch viele Bürger unterstützten die Kinderbewahranstalt. Die Kindergartengebühren beliefen sich damals auf 10 Pfennig pro Woche. Für den Winter stellte die Stadt Monheim drei Klafter Holz zu Heizen zur Verfügung. Außerdem bewilligte die Stadt den Speisesaal und versorgte den Spielplatz. Die "Sommerhalle" befand sich damals an der Stadtmauer. Der Spielplatz befand sich am hinteren Rathaushof.
Von 1925-1936 leitete Sr. Avita Eberl den Kindergarten. Auf Grund der nationalsozialistischen Regierung damals, wurde die Schwester ins Mutterhaus nach Augsburg zurückberufen. Die Erziehungsberechtigten führten damals eine Unterschriftenaktion durch, weil sie die Klosterschwester auch weiterhin behalten wollten (98% der Erziehungsberechtigten beteiligten sich daran). Aber es half nichts. Das ehemalige klösterliche Gastzimmer wurde in einen modernen Waschraum für die Kinder umgebaut, und am 07.01.1937 wurde dann der Nationalsozialistische Volkskindergarten eröffnet. Am selben Tag mussten die Schwestern (auch zur schulischen Betreuung eingesetzt) ins Mutterhaus umziehen. Erst 1945 wurden die Schwestern wieder in ihre ßmter eingesetzt. Bis 1963 blieb der Kindergarten dann wieder in der Hand von Sr. Avita Ebel.
Im Jahre 1967 entschloss sich der Stadtrat einen neuzeitlichen Kindergarten zu bauen. Das Gebäude wurde hinter dem Rathaus gebaut, und hatte eine Grundfläche von 170 qm. Schon am 13.12.1968 konnte Stadtpfarrer Trummer den neuen Kindergarten einweihen.
Da die Kinderzahlen stetig anstiegen, entschloss man sich 1979 in die alte Schule umzuziehen. Dort wurden immer mehr Räume in Anspruch genommen.
1992 zog man mit zwei Gruppen in das erste Stockwerk des ehemaligen Schulgebäudes (4 Vormittagsgruppen). Schon 1994 erweiterte man den Kindergarten auf eine fünfte Vormittagsgruppe. Am Nachmittag bestanden noch zwei Gruppen. 1997 fiel eine Nachmittagsgruppe weg. Im Kindergartenjahr 1996/97 stand die Kinderzahl, soweit wir zurückblicken können am höchsten, nämlich bei 162 Kindern.
Im September 2005 werden wir eine sechste Vormittagsgruppe eröffnen.